Praktikum
Okay, ab morgen hat mein Praktikantendasein erstmal wieder ein Ende. Der letzte Tag in der PR (fürs Erste) ist im vollen Gange. Heute Abend mache ich die Agenturtür hinter mir zu und sage mit einem lachenden und einem wehmütigen Auge "bye,bye".
Schön wars. Nette Kollegen und um mehr als eine Erfahrung reicher. Aber meine Zukunft sehe ich wohl trotzdem eher nicht in der PR. Mal sehen. Hab ja noch ein paar Wochen Zeit, bis die endgültige Entscheidung ansteht.
Später gibts dann noch (von mir) selbstgebackenen Fantakuchen und ein Gläschen Sekt. Und am Montag sitze ich im Zug nach Hessen.
Eigentlich macht das Praktikum ja Spaß. Aber mein Kollege raucht mir immer die Kippen weg. Und das nervt. Heute hat er mich nach zwei Stück gefragt, es fehlen aber sechs. Eine davon für mich - er hat fünf Kippen geschnorrt. Und nach zweien gefragt. Ich glaube, ich muss wohl doch mal ein Machtwort sprechen. Wird Zeit, dass er mal wieder ne Schachtel springen lässt.
Praktikumsbedingt arbeite ich gerade mit vielen wissenschaftlichen Texten. Also nicht mit Studien, die ich auswerten muss, sondern ich untersuche, wie oft in drei verschiedenen Tageszeitungen über einen Zeitraum von zehn Tagen über Wissenschaft berichtet wird.
Gerade lese ich ein Interview mit
Lisa Randall, einer führenden Physikerin. Mmmhhh, toll, was die gute Frau so alles erforscht. Da frage ich mich ernsthaft, ob ich nicht hätte doch Physik studieren sollen. Gereizt hat es mich ja immer...
>>Denk an den
Nestrand. Du wirst das Baby schon schaukeln.<<
Das ist mein Mantra, das ich mir schon den ganzen Vormittag vorsage. Nette Aufgabe, aber auch sehr, sehr wichtig und vor allem: umfangreich. Neinsagen ging nicht, weil ich nicht mal richtig gefragt wurde.
Jetzt heißt es, das Beste geben. Das Beste auch bei der Selbstmotivation, denn diesmal habe ich keinen den ich mit diesen Problemen belasten könnte und der sie dann auch noch versteht. ;)
Zurück in der Heimat. Irgendwie hat sich nichts verändert und dann doch alles. Es ist komisch, zu Hause zu sein, wenn C. nicht da ist. WSF ist immer noch die Stadt meiner Jugend. Ist immer noch alles so, wie die 22 Jahre davor. Also, was erwarte ich??
Mein erster Tag im zweiten Praktikum war toll. Die Kollegen sind nett, ich habe gleich die ersten Aufgaben bekommen und mein Schreibtisch ist der Hammer. Wenn dann nicht das Knöllchen für Falschparken wär... Merke: Morgen intensiver nach einem Parkplatz suchen. Und verdammt noch mal auf die Schilder achten!! ;)
Vorbei. Drei Monate sind um. Die letzten beiden Tage Urlaub liegen vor mir und ich beende dann heute mein Praktikum. Montag gehts dann 400km weiter östlich los. Mal sehen, was mich da so erwartet.
Auf jeden Fall habe ich die Zeit hier genossen. Habe Erfahrungen gemacht, nette Leute kennen- und fürs Leben gelernt. Der BPS-Bericht wächst, werde wohl die 10-Seiten-Marke übersteigen. Mal sehen.
Heute Nachmittag werde ich mich dann mit einem hoffentlich leckeren Kuchen verabschieden. Dann geht das Licht aus und ich kann morgen ausschlafen. Es hat also auch seine guten Seiten. ;)
"Guten Morgen" ruft mir der Kollege durch die halb offene Tür zu. Grinst mich dabei an. Mein Herz stockt, kurze Zeit wird mit kalt und heiß und das alles auf einmal.
Seit ich hier bin geht es mir so, wenn ich ihn auf dem Flur treffe. Denke immer: Alter, Schwede. Warum bin ich mit dem eigentlich nie Mittagessen gegangen? Mit dem wär ich auch gern nach London geflogen. Beruflich, versteht sich. Hat aber nicht sollen sein und morgen ist mein letzter Tag hier. Also aus die Maus. War ja eh nur eine schöne, kleine Schwärmerei. Aber das ist auch ein Typ zum träumen... ;)
Ja, endlich. Seit Mittwoch bin ich gefühlsmäßig immer einen Tag voraus. Mittwoch fühlte sich wie Donnerstag und Donnerstag wie Freitag an. Heute ist endlich Freitag. Und es fühlt sich gar nicht so an. Irgendwie haben wir stress-mäßig das Wochenende übersprungen. In den letzten zwei Tagen war ich 10 nach 8 zu Hause. Heute Morgen konnte ich das Panik-P schon in den Augen der Mitarbeiter sehen. Hin und her. Und alles soll möglichst gleich fertig sein...
Aber morgen ist ja zum Glück wirklich Samstag. Schön Ausruhen, bevor es dann am Montag weiter geht.
* Thank god, it's friday.
Ich sollte mich mehr trauen. Sagen sie. Ich sollte es einfach probieren. Sagen sie. Nur so kann man etwas lernen. Sagen sie.
Ich geb mir ja Mühe. Wenn da nur nicht diese Angst zu versagen wär. Egal. Ich werde mich mehr trauen. Ich werde es probieren. Und ich werde springen. Über den Nestrand.
Hoffentlich ende ich nicht als Katzenfutter.
Update. Ich muss doch nicht springen. Und jetzt ärgere ich mich, dass ich mich gestern nicht getraut habe. *mmpf*
Mensch, reiß dich mal zusammen! Langsam zweifle ich wirklich an mir. Kann ich denn nun nie mehr Artikel über ferne Länder schreiben?? Sitze an dem Bericht über die New York-Reise und mein Fernweh wird immer schlimmer. Ich will weg. Sofort. Meinetwegen auch nach NY. ;)