Bahnsinnig

Freitag, 6. April 2007

Bahnfahren, Stau und Tanzverbot

What a day.

Zuerst im Zug meiner Sitznachbarin versehentlich meine Reisetasche auf den Kopf fallen lassen (ihrer Tochter dafür aber Süßigkeiten gegeben), dann auf der A4 und A9 im Stau gestanden (ab Erfurt ging es dann mit dem PoloPolo weiter in Richtung Heimat) und am Ende wegen "Tanzverbot an Karfreitag" nicht zu "Disco Orion" gehen können. Wir haben dann im und vor dem Schloßcafé gefeiert und nur ganz, ganz wenig getanzt. Das wird uns die Kirche schon verzeihen. ;)

Dienstag, 9. Januar 2007

Will nicht

Also ich persönlich mag ja Bahnfahren. Aber ich hasse es, wenn ich jeden Tag auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin. Leider bin ich das zur Zeit.

Heute Morgen war ja auch noch alles okay. Und das lag nicht daran, dass R. mich heute mit dem Auto mitgenommen hat. Nein, das Bahnfahren ist schon irgendwie okay. Ja, mit dem Auto isses relaxter, nicht unbedingt schneller, aber bequemer. Aber die letzten drei Wochen werde ich auch noch schaffen. Da muss ich heute das lesen. Völlig überraschend trifft mich die Nachricht, dass ich ab morgen auf den Schienenersatzverkehr angewiesen bin. Und ich hasse es!! Ich bin kein Freund von "erstmal in den Bus steigen und dann weiter mit dem Zug". Das dauert mir zu lange. Nach weiterer Recherche musste ich erfahren, dass mein Bus jetzt 20 Minuten eher abfährt und die Bahn dann trotzdem noch 18 Minuten später weiterfährt. Das heißt, ich werde morgens wohl schon vor dem Aufstehen losfahren müssen und abends erst gegen Mitternacht zu Hause eintrudeln. Herzlichen Glückwunsch. Willkommen beim mdv.

Samstag, 9. Dezember 2006

Warteerlebnis?!

Für die einen ist es eine Verspätung, für die anderen das gemeinschaftliche Warteerlebnis...

Mittwoch, 22. November 2006

Das gute Sterni

Heute. 18.24Uhr, RB nach Eisenach.

Ein Typ, ich schätze mal 50 oder so setzt sich auf den Sitz gegenüber. Macht sich eine Flasche Sternburger auf. Setzt an. Stellt sie ab. Setzt zwei Minuten später wieder an. Stellt sie wieder ab. Zieht eine neue Flasche Sternburger aus der Tasche. Erst jetzt bemerke ich, dass die andere schon leer ist. Mein lieber Scholli! Der sieht gar nicht aus, wie ein Alki.

Wenn es bei mir soweit ist, dass ich quasi schon auf der Türschwelle meiner Arbeit zur Flasche greife...

Mittwoch, 4. Oktober 2006

back in office

So, das verlängerte Wochenende ist vorbei. Fünf Tage bei der lieben Familie. Immer schön im Trubel mitmischen und den Mittagsschlaf genießen. Das ist wirklich ein Vorteil an dreijährigen Neffen: Die schlafen ja eh, dann kann ich mich gleich dazu legen. Denkste! Das Kind schläft nämlich nicht mehr, seit es drei ist. Dafür stand er morgens erst halb neun vor meinem Bett. Man kann halt nicht alles haben.

Gestern gings dann mit dem Zug zurück nach Hessen. Mmmhhh, irgendwie fiel der Abschied schwer. Entweder ich bin es nicht mehr gewöhnt (Wann bin ich eigentlich das letzte Mal lange Zug gefahren??) oder die Familienbänder sind übers Wochenende enger geknüpft wurden. Wollte mich gar nicht trennen. Habe die Abfahrt schön nach hinten raus geschoben und musste mir beim Abfahren der S-Bahn doch die eine oder andere Träne verdrücken. Ist ja auch nicht leicht, wenn der Fips mit Mama am Bahnsteig steht und dem Zug nachwinkt.

Jedenfalls durfte ich meine Nanny-Qualitäten ausgiebig testen. Und ich muss zugeben, so langsam verstehe ich das Phänomen "Baby". Nicht, dass ich jetzt auch unbedingt eins will. Aber ich wüsste, dass ich es ganz gut meistern würde. Glaube ich.

PS. Noch etwas Bahn-Content. Ich fahre nie wieder an einem Feiertag abends 500km durch die Bundesrepublik. Am Montag gab es schon keine Sitzplätze mehr ("Reservierung nicht möglich"), also durfte ich zwei Stunden im Gang sitzen. Danach habe ich dann "Sitzplatz-Hopping" betrieben und bin von einem freien zum anderen "gejumpt". Juhu. Das war ein Spaß.

Dienstag, 5. September 2006

Fitnessbahn, äh ...wahn

Langsam überlege ich, ob ich den Werbeslogan von McDonald's einfach für meine Bahnfahrten übernehmen sollte. "Ich liebe es" hab ich gestern auch die ganze Zeit gedacht.

18.00Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof

Ich betrete den Bahnhof. Noch acht Minuten, dann fährt mein Zug. Ein Routinecheck der Anzeigetafel... Gleis 11 oder 13? Hä? Was ist das? Gleis 1a? Mmmhhh, na ja, okay.

18.03 Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof

Warum laufen Menschen nur so langsam? Zeit ist Geld und das ist bekanntlich knapp. Also: nicht stehen bleiben, bewegen sie ihren Arsch, verdammt!

18.05 Uhr, Gleis 1


Da steht ein Schild: Gleis 1a, RB nach Heidelberg. Super, dann bin ich ja richtig. Kleiner Blick nach rechts. Toll, da steht die Bahn. Also ganz schnell rein und ab nach Hause.

18.11Uhr, Regionalbahn

"Ich begrüße sie in unserer Regionalbahn. Für alle Reisenden nach Darmstadt: Dieser Zug fährt nach Limburg. Gleis 1a wäre noch ein Stück weiter hinten links gewesen. Für alle Reisenden nach Limburg: Sie sind richtig."

Was? Hä? Das darf doch wohl nicht wahr sein. Warum schildern die das am Bahnhof nicht aus? Ich checke im Kopf schnell noch die möglichen Busverbindungen nach Big Roomin. Als nächstes sollen wir alle in FFM/ Höchst aussteigen und wieder zurück zum Hauptbahnhof fahren. Hoffentlich schaffe ich die RB um 18.33Uhr, dann bin ich "nur" eine dreiviertel Stunde später zu Hause.

"Als nächstes erreichen wir Frankfurt-Höchst. Ihre Anschlüsse nach FFM Hauptbahnhof fahren von Gleis 1 und 2. Wir fahren weiter nach Limburg."

Merci.

18.15Uhr, Frankfurt Höchst

Schnell das Gleis wechseln und hoffen, dass ich 18.33Uhr in der richtigen RB sitze.

18.30Uhr, Ankunft FFM Hauptbahnhof, Gleis 1

Wieder am Bahnhof- doch nur drei Minuten zum Umsteigen. Erstmal vom Gleis runter, prüfender Blick an die Anzeigetafel. Die RB nach DA fährt von Gleis 20. Na ja, dann heißt es wohl rennen. Vor ein paar Wochen habe ich noch ernsthaft über eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio nachgedacht. Aber das brauche ich ja nicht. Es gibt ja die deutsche Bahn. Und mit der können "Killer Sports" und Co. eh nicht mithalten. Da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den Zug habe ich trotz meiner nichtvorhandenen Kondition bekommen. Hatte zwar das Gefühl zu ersticken, aber egal. Und das wir rennen können, haben wir ja schon einmal bewiesen.

Dienstag, 29. August 2006

Buscontent

Wozu hat der RMV eigentlich Fahrpläne, wenn sich doch kein Fahrer dran hält??

Durfte erst ne Viertelstunde an der Haltestelle stehen, um dann meinen Zug zu verpassen und nochmal ne halbe Stunde am Bahnhof zu hocken. Super Dienstag.

Samstag, 26. August 2006

Gestern, Gleis 11

Als ich gestern den Frankfurter Hauptbahnhof betreten habe, dachte ich kurz daran, spontan nach Hause zu fahren. Ich hatte relativ früh Schluss, es würde sich lohnen. Aber ich hatte ja gar keine Klamotten mit.

Ich ging also schnurstracks zu Gleis 10, wo meine RB nach DA abfahren sollte. Mein Blick fällt auf den ICE auf Gleis 11. Endstation: Halle/Saale. Die Heimat. Doch einsteigen? Für zwei Sekunden spürte ich einen kleinen Stich in meinem Herzen. Aber dann kam die Vernunft: Du brauchst dein Geld für Amsterdam. Hier ist Kerb. Und schließlich ist hier jetzt dein Zuhause...

Manchmal habe ich das Gefühl, Weißenfels ist ein Käfig. Da bin ich die, die ich schon immer war. Zwischenzeitlich habe ich mich aber geändert und die Weißenfelser-Welt wird mir langsam zu klein. Von hier aus kann ich die weite Welt bereisen, zu Hause kommen ständig unglaubige Blicke und die Belehrung es sein zu lassen. Sowohl von der lieben Familie, als auch von den Freunden. Urlaub im Käfig ist okay, aber mehr muss nicht mehr sein.

Dienstag, 22. August 2006

Bombenstimmung

T., du hast recht. (Und ich weiß, dass ist jetzt ein schlimmer Fehler, weil du das jetzt auch noch schriftlich hast. Aber ich muss es in dieser Beziehung mal zugeben.) Nun bin ich schon seit 22 Tagen jeden Tag mit öffentlichen Verkehrmitteln unterwegs und habe meine Bahnsinnig-Rubrik ziemlich vernachlässigt.

[Eigentlich habe ich das ganze Blog vernachlässigt... Das kommt aber nur daher, dass ich im Praktikum allerhand zu tun habe und ich abends lieber mit irgendwelchen Leuten am Telefon bügele oder koche... ]

Aber eigentlich passiert an Deutschlands Bahnhöfen zur Zeit genug, um darüber zu berichten. Und ich meine jetzt mal ausnahmweise nicht die Verspätungen, ausgefallenen Heizungen, nicht funktionierenden Toiletten... Im Moment herrscht ja wohl eine Bombenstimmung da draußen. Und ich werde jetzt schon von Kommilitonen darauf hingewiesen, dass ein Bahnsteig zur Zeit nicht gerade der sicherste Ort zum Warten ist...

Egal. Ich laufe jedenfalls noch nicht panisch über die Bahnsteige und suche nach verlassenen Koffern. Ich würde darin höchstens nach Geld suchen. ;) Ich verdächtige jetzt auch nicht jede zwielichtige Gestalt ein Attentäter sein zu können. Wir wissen ja, dass am Bahnhof gern mal finstere Typen rumhängen.

Die einzige Frage, die noch bleibt hat sich auch ein Redakteur von faz.net gestellt. Sind einsam abgestellte Damenhandtaschen nun damen- oder herrenlos??

Freitag, 21. Juli 2006

Feststellung

Ich habe mich mal wieder in die Heimat begeben. Die letzten freien Tage nutzen und der Familie dabei schön auf den Keks gehen. ;)

Im Zug habe ich aber eine eher traurige Feststellung machen müssen: Im ICE nach Dresden sitzen besonders an Freitagabenden relativ viele Ossis. (ich darf das sagen, gehöre ja dazu) Nur gestern war ich echt geschockt. Die Sonne scheint, alles ist toll, aber die lieben ostdeutschen Mitbürger gucken grimmig drein und motzen rum. Haben die einfach nichts mehr zu lachen? Besonders das Mädel neben mir hat mich aufgeregt... Alter, Mundwinkel nach oben und alles wird gut.

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